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                            Wanderungen im Pilion -

    Auf den Spuren von Alfons Hochhauser und Werner Helwig

Dieter Harsch zeigte am 22.10.2005 seinen Film bei der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Böblingen/Sindelfingen. Wachis, Mulle und Kohli waren dabei.

 

Noch saßen die ca. 30 Zuschauer zurückhaltend und anonym auf ihren Stühlen hinter dem Filmvorführgerät. Kenner des Xenophon-Mysteriums konnten jedoch bereits aus den ausgelegten Büchern und Broschüren erahnen, dass hier etwas hoch Interessantes – bisher Einzigartiges – geboten würde. Eher bescheiden erzählt der Filmautor Dieter Harsch zunächst darüber, wie er eher beiläufig auf Werner Helwig und Alfons Hochhauser aufmerksam wurde, wie dieser Stoff sein Interesse weckte und er mehr und mehr von dieser Geschichte und der wilden Landschaft in der sie spielt erfasst wurde. Und so ging es nicht nur ihm. Viele Menschen waren im Saal, die an diesem Abend mit Dieter Harsch „gleicher Seele“ waren. Viele von ihnen hatten bisher lediglich von einander gehört, doch persönlich begegnet waren sie sich nicht – noch nicht.

Dann wurde der Film gezeigt. Zu den Klängen abwechslungsreicher griechischer Musik führte uns Dieter Harsch zu den schönsten und geheimnisvollsten Stellen des Nordpilion. Dazu berichtet er bescheiden und objektiv über das Gesehene und Erlebte – insbesondere aber um die Ereignisse um Alfons Hochhauser und Werner Helwig.

Der Film wirkte auf uns so ähnlich wie die Bücher von Wener Helwig – poetisch und mystisch. Oftmals genügt einfach ein Zitat aus Helwigs Romanen um eine Filmeinstellung treffend zu charakterisieren. Es war eine Entdeckungsreise in den Nordpilion mit der Seele. Der Pilion hat die Hingabe des „Xenos“ Dieter Harsch offensichtlich mit der Schönheit seiner Natur und der Preisgabe von vielen Geheimnissen belohnt. Auch wir konnten in dem Film das Lebensgefühl auf unseren Großfahrten und vieles, was wir im Pilion gesehen haben wiederfinden. Der Film ist das absolut Beste, was wir bisher über diese Gegend gesehen haben – er gibt den Pilion so wieder, wie ihn „Bündische erleben können, wenn sie in seine Geheimnisse eintreten. Selbst Einstellungen, die der Filmautor als amateurhaft entschuldigt, wirken auf uns wie ein Hauch einer heute fast verloren gegangenen Spontanität und Abenteuerlichkeit. Einer der Höhepunkte für uns war, als plötzlich eines der Bilder von unserer letzten Großfahrt auf der Leinwand erschien. Es erfüllt uns mit Stolz, dass auch wir Bukanier in die Geschichten um diese Landschaft Eingang gefunden haben.

Bei der anschließenden Diskussion erwies sich das zum Teil von weit her angereiste Publikum als sehr fachkompetent. Da gab es einen griechischen Journalisten, der sogar im Pilion wohnt und dessen Nachbar das Dynamit zum Fischen auf dessen Grundstück deponiert. Auch die Autorin eines Kochbuchs über den Pilion war zugegen, deren Liebe zur Landschaft auch mit dem Magen erfahren werden kann. Molo von der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck, ein früher Pilionfahrer, der mit Alfons Hochhauser Fahrten mit dem Segelboot unternommen hat, gab sich zu erkennen Auch er berichtete Interessantes von seinen Erlebnissen. Zu unserer großen Überraschung und Freude gab sich eine der Zuschauerinnen als Ursula Prause, die Schwägerin und Verwalterin von Werner Helwigs Nachlass zu erkennen. Sie war mit ihrem Mann aus Mainz angereist. Wir haben uns schon einige E-Mails geschrieben, sind uns aber hier das erste Mal von Angesicht zu Angesicht begegnet. An viele, die mit dem Pilion verbunden sind, aber an diesem Abend nicht anwesend sein konnten, wurde zumindest in Gesprächen gedacht. Dazu gehören Jürgen Kahle, Philippos Homberg und Lothar van Basshuysen.

Insgesamt war der Film eine echte Premiere und der Abend ein voller Erfolg. Jeder bzw. jede Beteiligte konnte an diesem Abend aus dem Gesehenen, dem Gehörten und den Begegnungen  profitieren.

Michael Kohlhase

 

 

 

 

post@alfons-hochhauser.de